Inhalt
Im Jahre 1795 kommen die Indianer vom Stamm der Arapaho durch den Pelzhändler Pasquinel erstmals mit weißen Siedlern in Kontakt. Der Mehrteiler verfolgt die Besiedlung Colorados von der gewalttätigen Landnahme über den Amerikanischen Bürgerkrieg bis zu den wirtschaftlich schwierigen 1920er und 1930er Jahre und endet in den 1970ern mit einem Nachfahren Pasquinels, Paul Garrett. Garrett ist der Besitzer der Venneford Ranch, deren Geschichte sich wie ein roter Faden durch die einzelnen Episoden zieht. Zusammenstöße mit Indianern, Streitigkeiten unter Ranchern, der tägliche Kampf ums Überleben und nicht zuletzt auch ein Mord, der nach rund 100 Jahren wieder an die Öffentlichkeit kommt, runden die Geschichte der fiktiven Stadt Centennial ab.
Bildbewertung
„Centennial“ erzählt die von vielen Höhen und Tiefen geprägte Geschichte mehrerer Familien über eine Zeitspanne von vielen Jahrzehnten hinweg und gibt zu Beginn der Handlung einen Einblick in die Entstehung der gewaltigen Urgesteine und der Vegetation des Colorado.
Am Ende des 18. Jahrhunderts zieht der Trapper Pasquinel durch die Prärie und freundet sich mit Lame Beaver, dem Häuptling der Arapaho-Indianer, an. Eine Zusammenarbeit mit dem Goldschmied Bockweiß ebnet Pasquinel zudem den Weg für den Schmuckhandel mit den Indianern. Dort lernt er auch den schwer verwundeten Schotten Alexander McKeag kennen, mit dem er Freundschaft schließt und fortan gemeinsam durch die Wildnis zieht.
Doch die Situation am Ende dieses Jahrhunderts ist angespannt: Mehrere Indianerstämme kämpfen um die Vorherrschaft und Lame Beaver ahnt, dass einschneidende Ereignisse und große Veränderungen bevorstehen. Kurzerhand bittet er Pasquinel, der sein volles Vertrauen genießt, seine Tochter Clay Basket zu heiraten und für sie zu sorgen. Pasquinel, der kurz zuvor bereits Bockweiß' Tochter Lise ehelichte, willigt ein und entscheidet sich fortan für ein Leben bei den Indianern. Lise hat das Nachsehen und bleibt in ihrer Heimat zurück. In den nächsten Jahren bringt Clay Basket zwei Söhne zur Welt, die später als Pasquinel-Brüder noch eine bedeutende Rolle in der Geschichte der Indianer spielen werden.
Jahre gehen ins Land und es kommt zu einem Zerwürfnis zwischen Pasquinel und McKeag, jedoch finden beide nach langer Zeit noch einmal den Weg zueinander und schließen erneut Freundschaft. Doch es ist Pasquinels Gier nach Gold, die ihn weiter ins Gebirge treibt und ihm letztendlich den Tod einbringt. McKeag nimmt Clay Basket fortan zur Frau und sorgt für sie.
Um 1845 macht sich der junge Mennonit Levi Zendt auf und verlässt gemeinsam mit seiner Freundin Elly die Heimat Pennsylvania, um über den Fluss Mississippi nach Oregon zu gelangen. Es ist ein gefährlicher Weg, denn die Pasquinel-Brüder sind äußerst angriffslustig und stets darauf bedacht, ihr Territorium mit allen Mitteln zu verteidigen. Levi muss viele Niederlagen verkraften: sein Wagen bricht auf halber Strecke entzwei und so bleibt ihm nichts, als umzukehren und an einem Fort gemeinsam mit McKeags Familie eine neue Existenz aufzubauen. Als dann jedoch ein plötzlicher Schlangenbiss Levis mittlerweile schwangere Frau Elly tötet, scheint er völlig aus der Bahn geworfen. Monate gehen ins Land und schließlich heiratet Levi Lucinda, die Tochter von McKeag und Clay Basket. Doch schwere Zeiten stehen bevor: in den 1860er Jahren fallen Goldsucher ein und verdrängen die Indianerstämme immer mehr aus ihren Gebieten. Verbündete scheinen machtlos, Friedensverhandlungen scheitern und Kriege, die nahezu alle Indianer im Colorado auslöschen, werden unerbittlich geführt.
KSM legt mit dieser Box die erste Hälfte des produzierten Materials vor. Entgegen der in Deutschland gesendeten 45-minütigen Episoden finden sich auf den DVDs erfreulicherweise die Originalversionen in Form von 6 Spielfilmen. Sämtliche Szenen, die einst der Schere zum Opfer fielen, sind hier enthalten und werden jeweils deutsch untertitelt wiedergegeben. Darauf mussten Fans viele Jahre warten.
Die 4 DVDs werden in Slimcases geliefert, die wiederum in einem Pappschuber untergebracht sind und somit eine adäquate Umsetzung erfahren haben. Nach dem Einlegen der DVD gibt es ein animiertes Hauptmenü, in dem die stimmige Titelmelodie der Serie zum Einsatz kommt. Alle Kapitel können separat angewählt und Ton sowie Untertitel wahlweise in Deutsch oder Englisch zugeschaltet werden. Die Bildqualität ist für eine Produktion aus dieser Dekade recht ordentlich und weist kaum Störungen bzw. Verschmutzungen im Filmmaterial, welches in 4:3 gedreht wurde, auf.
Die Farbwiedergabe schwankt zwischen kräftigen, aber natürlich wirkenden Tönen und graustichigen, blassen Einstellungen. Ansonsten gibt es bildtechnisch aber nichts zu kritisieren, zumal die technischen Mittel in den 70ern auch nicht mit heutigen Standards verglichen werden können. Auf der letzten DVD gibt es noch Bonusmaterial in Form von Biographien der Schauspieler sowie einer Bildergalerie. Interviews oder Making-of-Dokumentationen sucht man leider vergeblich, doch möglicherweise existieren diese hierzu auch nicht.
Tonwertung
Alle 6 Spielfilme der „Colorado Saga“ lassen sich in deutscher und englischer Sprache abspielen. Szenen, die für die deutsche Ausstrahlung nicht synchronisiert wurden, werden automatisch in englischer Originalsprache wiedergegeben und deutsch untertitelt, was sich als äußerst hilfreich erweist. Der Klang der deutschen Sprachfassung geht in Ordnung, mitunter fehlt es jedoch an Höhen oder rauscht ein wenig. Der englischen Originalfassung ergeht es ähnlich, jedoch sind beide in Anbetracht des Alters der Serie absolut akzeptabel.
Gesamturteil: Im Zeitalter der DVD ist es immer wieder erfreulich, dass alte, längst verschollen geglaubte Perlen ausgegraben werden und durch eine Veröffentlichung in neuem Glanz erstrahlen können. Dies ermöglicht auch Neulingen, die einstigen Straßenfeger kennen- und lieben zu lernen. KSM hat zwischenzeitlich die zweite Box der „Colorado Saga“ mit den restlichen 6 Spielfilmen für April 2010 angekündigt. Vielleicht ist in dieser Veröffentlichung ja noch Platz für echtes Bonusmaterial.
Autor: Andreas
Colorado Saga - Folgen 07-12
Inhalt
Im Jahre 1795 kommen die Indianer vom Stamm der Arapaho durch den Pelzhändler Pasquinel erstmals mit weißen Siedlern in Kontakt. Der Mehrteiler verfolgt die Besiedlung Colorados von der gewalttätigen Landnahme über den Amerikanischen Bürgerkrieg bis zu den wirtschaftlich schwierigen 1920er und 1930er Jahre und endet in den 1970ern mit einem Nachfahren Pasquinels, Paul Garrett. Garrett ist der Besitzer der Venneford Ranch, deren Geschichte sich wie ein roter Faden durch die einzelnen Episoden zieht. Zusammenstöße mit Indianern, Streitigkeiten unter Ranchern, der tägliche Kampf ums Überleben und nicht zuletzt auch ein Mord, der nach rund 100 Jahren wieder an die Öffentlichkeit kommt, runden die Geschichte der fiktiven Stadt Centennial ab.