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  Der letzte Bulle
 



Der letzte Bulle - Staffel 1




Inhalt
Seine Ermittlungsmethoden sind von gestern, aber erfolgreich. Seine Srpüche sind politisch unkorrekt, aber treffsicher: Mick Brisgau ist „Der letzte Bulle“, ein Macho, für den die Zeit irgendwann in den 80ern stehen geblieben zu sein scheint. Kein Wunder: Er lag 20 Jahre im Koma. Doch jetzt ist er zurück. Alles hat sich verändert. Er nicht…
 

Anbieter: Sony BMG Music Entertainment GmbH

Genre: Tv-Serie,

FSK: 12

Laufzeit: 570 min.

Medien-Typ: 3 & DVD9

Verpackung: Digipak

 

Bildbewertung
Mick Brisgau ist nach 20 Jahren aus dem Koma erwacht – und arbeitet kurz danach wieder als Polizist. Doch seitdem er in den 80er-Jahren ins Koma gefallen ist, hat sich viel getan: Die deutsche Gesellschaft ist um einiges moderner als 20 Jahre zuvor, die Deutsche Mark musste dem Euro Platz machen und die Männer sind total verweichlicht. Doch Mick ist immer noch Mick – und er macht nahtlos dort weiter, wo er aufgehört hat.

Schon kurz nach dem erneuten Dienstantritt treten die ersten Probleme auf, da Micks neuer Partner Andreas Kringge ein recht junger und moderner Mann ist, wodurch Mick ihm gegenüber keinerlei Respekt hat. Mick raucht im Büro, im Verhörraum und an Tatorten – und das trotz des vorherrschenden Rauchverbots. Doch das ist ihm egal, weshalb auch schnell Beschwerden über Mick aufkommen. Mit der Zeit verstehen sich Mick und Andi aber immer besser, und es entwickelt sich sogar eine echte Männerfreundschaft zwischen den beiden – bis die Beziehung zwischen Andi und Micks Tochter Isabelle diese Freundschaft zu zerstören scheint.

Neben den anfänglichen Schwierigkeiten mit seinem neuen Partner treten auch Probleme in seinem Privatleben auf. Seine Frau Lisa ist inzwischen mit dem im selben Dezernat angestellten Pathologen Roland Meisner liiert, mit dem sie gemeinsam Micks Tochter Isabelle großgezogen hat. Mick versucht alles, um Lisa wieder für sich zu gewinnen – doch sie macht ihm klar, dass zu viel Zeit vergangen ist und sie mit Roland glücklich ist. Als Lisa schließlich die Scheidung einreicht, wird Mick klar, dass ihre Beziehung keine Chance mehr hat. Und auch Isabelle macht er das Leben schwer, da er ihre Freunde überprüft und sie regelrecht vor ihnen blamiert. Als Mick dann auch noch herausfindet, dass Isa mit seinem Kollegen Andreas zusammen ist, scheint für ihn eine Welt zusammenzubrechen. Es dauert eine Weile, bis er die Beziehung akzeptieren und wieder Vertrauen zu Andi aufbauen kann.

Und dann ist da auch noch die Polizeipsychologin Tanja Haffner, mit der Mick von Anfang an eine sehr besondere Beziehung pflegt. Bei ihrer ersten Begegnung fasst Mick ihr an den Po, um seine Machohaftigkeit zu demonstrieren. Bei ihrem nächsten Treffen zieht Tanja jedoch gleich, indem sie Mick an den Hintern fasst und dadurch die durchaus vorherrschende Gleichstellung von Frau und Mann im 21. Jahrhundert demonstriert. In den darauf folgenden Sitzungen, in denen Mick seine Gefühle äußern und Stresssituation und Probleme darstellen soll, merkt man schnell, dass eine besondere Verbindung zwischen den beiden herrscht. Im großen Finale der Staffel, als er letztlich Lisas Hochzeit mit Meisner akzeptiert, gibt er sich einen Ruck und küsst Tanja – gerade, als sich Lisa Meisner vor dem Traualtar stehen lässt und wieder zu Mich zurückkehren will…

„Der letzte Bulle“ ist eindeutig eine der besten deutschen Serien der letzten Jahre. Keine andere Serie weiß so zu überzeugen wie diese. Dies liegt nicht zuletzt an Henning Baum, der durch seine Statur, seine tiefe Stimme und seine Mimik den Macho perfekt mimt. Auch Maximilian Grill, der Micks Kollegen Andreas Kringge spielt, macht seinen Job außerordentlich gut und weiß durch sein schauspielerisches Talent zu überzeugen. Die Szenen, in denen die beiden zusammen vor der Kamera stehen, weisen eine solche Dynamik auf, dass der Zuschauer sofort mit ihnen sympathisiert und man gleich merkt, dass hinter den beiden recht distanziert wirkenden Kriminalkommissaren Mick Brisgau und Andi Kringge mehr steckt als nur Kollegen – nämlich richtige Freunde. Unterstützt wird dies durch die Neckereien, mit denen sie ihre Außeneinsätze witzig untermalen und dadurch manchmal Verwirrung bei Zeugen und Verdächtigen stiften.

Die Fälle, die Mick und Andreas zu lösen haben, reichen von toten, polygamen Ehemännern bis hin zu aus Eifersucht getöteten Fußballerinnen. Ein Fall ist spannender als der andere, und jeder weiß auf seine Art zu überzeugen. So müssen die beiden Kommissare in der Folge „Ich habe sie alle gehabt“ den Tod des Pornofilmproduzenten Jäcki Pfeiffer aufklären, was sich als schwieriger erweist als gedacht. Zum einen ist da nämlich seine Frau, die ein Pornostarlet ist und über Jäckis Affären Bescheid weiß. Zum anderen ist allerdings am Tatort ein Symbol hinterlassen worden, das auf die ehemalige Emanzenzeitschrift „Lilith“ hindeutet. Mick und Andi finden heraus, dass zwei der einstigen Herausgeberinnen eine Affäre mit dem Pornoproduzenten hatten, die Jäcki mit der Veröffentlichung seiner Biografie publik machen wollte. Damit ergeben sich also zwei weitere Motive, die genauer untersucht werden müssen.

Letztlich stellt sich aber doch heraus, dass es der Mann einer der beiden ehemaligen „Lilith“-Herausgeberinnen war, der dachte, dass seine Tochter von Jäcki dazu verführt worden sei, im Pornogeschäft tätig zu werden. Eine spannende Folge, die vor Tatverdächtigen und Motiven nur so strotzt, aber dennoch von Mick und Andi mit Bravour aufgedeckt wird. Gerade Maximilian Grill spielt in dieser Folge überaus überzeugend, da Andi von dem ganzen Pornogeschäft etwas eingeschüchtert zu sein scheint und wie ein kleiner Schuljunge im Haus des toten Produzenten unherirrt. Zu witzig!

Das Bild der Serie liegt im Format 16:9 (1.78:1) vor und überzeugt durch seine grandiose Schärfe und Genauigkeit. Man erkennt jedes Detail ohne Probleme und es macht Spaß, den Charakteren beim Lösen ihrer Fälle (und auch ihrer privaten Probleme) zuzusehen. Es kann sein, dass in ein oder zwei Szenen ein leichtes Flimmern auftritt, und ich schätze, dass das an der Pressung der DVDs liegt. Allerdings tritt dieses nur für den Bruchteil einer Sekunde auf, weshalb es zu verschmerzen ist. Ansonsten ist das Bild absolut flimmerfrei und sehr angenehm anzusehen.

Neben den drei Discs, auf denen sich metallicglänzende Bilder von Mick und Andreas befinden und die sich in einem schönen Digipak befinden, gibt es noch ein Booklet zur Serie. Dieses Booklet umfasst eine kurze Einführung zur Serie, in der die Ausgangssituation beschrieben wird, und Beschreibungen inklusive Episodenbilder aller dreizehn Folgen. Extras befinden sich leider keine auf den DVDs, wodurch das Boxset jedoch nicht weniger attraktiv für Fans der Serie wird.

Tonbewertung
Der deutsche Ton der dreizehn Episoden der ersten Staffel von „Der letzte Bulle“ liegt in Dolby Digital 2.0 Stereo vor. Dennoch weisen die drei DVDs eine sehr gute Verständlichkeit auf, die durch keinerlei Tonstörungen oder schlecht abgemischte Hintergrundgeräusche und –musik gestört oder beeinträchtigt wird. Leider sind auf den Discs keine Untertitel einblendbar; die Gesamtlaufzeit beträgt rund 570 Minuten.

Gerade die Musik der Serie ist positiv zu erwähnen, da diese perfekt auf die einzelnen Szenen zugeschnitten ist. Mick Brisgau, der durch sein Koma in den 1980ern stecken geblieben zu sein scheint, hört auch privat all seine alten Platten aus den 80ern – und daher scheint es nur zu verständlich zu sein, dass auch die Begleitmusik der Serie aus bekannten 80er-Jahre-Songs besteht. Allein der Titelsong „Real Wild Child“ von Iggy Pop ist so passend gewählt, dass beim Intro bereits gute Laune auftritt. Und auch sonst spannt sich der weite Bogen der 80er-Musiklandschaft von Michael Jacksons „Beat it“ über David Bowie und Queen bis hin zu Billy Idol und Duran Duran. Grandioser Soundtrack, der perfekt zur Serie passt und beweist, wie prägend einige Musiker und Bands für die 80er-Jahre waren. Auch heutzutage kennen noch viele Teenager und Jugendliche Songs aus den 1980ern, und da es in „Der letzte Bulle“ keinerlei aktuelle Charthits gibt, die einem so schon genug auf die Nerven gehen, ist die Serie eine gelungene Abwechslung.

Gesamturteil:
Sony Music Entertainment veröffentlicht mit diesem Release die erste Staffel des neuen Sat1-Quotenerfolgs „Der letzte Bulle“. Erleben Sie mit, wie Mick Brisgau nach 20 Jahren Koma in einer völlig veränderten Welt aufwacht – selbst aber noch die Verhaltensweisen der 80er-Jahre aufzeigt. Denn alles hat sich verändert – er nicht. Eindeutig eine der besten deutschen Serien der letzten Jahre, was sich auch an den Quoten zeigt, die Sat1 mit der Serie eingefahren hat. Für jeden, der gutes deutsches Fernsehen mag, nur zu empfehlen.

Autor: Thomas M.

  
Der letzte Bulle - Staffel 2



Inhalt
Seine Ermittlungsmethoden sind von gestern, aber erfolgreich. Seine Srpüche sind politisch unkorrekt, aber treffsicher: Mick Brisgau ist „Der letzte Bulle“, ein Macho, für den die Zeit irgendwann in den 80ern stehen geblieben zu sein scheint. Kein Wunder: Er lag 20 Jahre im Koma. Doch jetzt ist er zurück. Alles hat sich verändert. Er nicht…
 

Anbieter: Sony BMG Music Entertainment GmbH

Genre: Tv-Serie,

FSK: 12

Laufzeit: 540 min.

Medien-Typ: 3 & DVD9

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