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  Die Auflehnung - Verlosung
 

                                Dank der freundlichen Unterstützung von ARD Video 
                   hier nun eine Rezension der DVD Box "GG 30: Die Auflehnung".

       

Inhalt

Frank Wittmann ist Fischmeister in der dritten Generation. Mit seiner Frau Sophie und der Tochter Ute führt er seine Teichwirtschaft durch wirtschaftlich schwere Zeiten. Als der erste Kormoran in die Teiche einfällt, ist Frank Wittmann alarmiert. Die Vögel bedrohen seine Existenz. Frank Wittmann lehnt sich auf und greift zur Waffe, um sich gegen die Fischräuber zu wehren. Franks Bruder Willy Wittmann,ein renommierter Teeverkoster, verliert seinen Geschmackssinn und steht vor dem Nichts. Willy flieht aus Hamburg, um sich am Ort seiner Kindheit eine Auszeit zu nehmen.

      
                 

Anbieter: ARD Video

Genre: Tv-Film, Literaturverfilmung 

FSK: 12

Laufzeit: 90 min.

Medien-Typ: 1 & DVD9

Bildformat(e): 16:9

Tonformat(e): Deutsch Dolby Digital 2.0 

Regie: Manfred Stelzer

Darsteller: Jan Fedder, André M Hennicke, Kristin Block, Jodie L Ahlborn, Rainer Piwek

Verpackung: Digipak


        
         
          


          
           
          
           

 
                                



Mit der nun schon dreizigsten Veröffentlichung innerhalb der Reihe "Grosse Geschichten", bringt hier das "Studio Hamburg" eine weitere Literaturverfilmung des großartigen Siegfried Lenz an den Start. Das Drehbuch zu dieser dritten Siegfried-Lenz-Verfilmung unter Federführung des NDR stammt vom Autor Lothar Kurzawa, der auch schon für die beiden anderen zuvor abgedrehten Literaturverfilmungen "Das Feuerschiff" und "Der Mann im Strom" das Drehbuch schrieb. 

                                

Auch bei der Besetzung der Hauptrolle blieb man sich treu und so übernimmt diese bei "Die Auflehnung" abermals Jan Fedder, wie schon bei den beiden zuvor angeführten Produktionen auch. Für mich eine gute Entscheidung, steht doch gerade Jan Fedder wie wohl kaum ein anderer als geradezu beispielhaft für den Ruf des nordischen Typs und kämpferischen Raubeins, eben genau für das, was die von ihm hier in "Die Auflehnung" zu verkörpernde Rolle verlangt.

Die Regie lag diesmal in den Händen von Manfred Stelzer, der sich in der Vergangenheit u.a. schon mit zahlreichen seiner Arbeiten für den "Polizeiruf 110" und den "Tatort" einen verdient guten Namen gemacht hat und als einer der profiliertesten Fernsehregisseure Deutschlands gilt. Hier in "Die Auflehnung" gefällt er mir besonders mit seiner ruhigen, sich die Zeit nehmenden Art in der filmischen Umsetzung, der von Siegfried Lenz in seinem 1994 erstmals verlegten Roman erzählten Geschichte.

Die von der DVD in dem Film erzählte Geschichte lebt u.a. von den in ihr zu erlebenden höchst unterschiedlichen Charakteren ihrer Akteure. Hier zeigt sich die gelungene Besetzung aller Rollen und das Spiel der Darsteller, die ihre Rollen überzeugend regelrecht zu Leben erwecken und glaubhaft und authentisch verkörpern. Der Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Geschichte zweier Brüder, die wohl unterschiedlicher und verschiedener nicht sein können. Da wären auf der einen Seite der Fischzüchter "Frank Wittmann" (Jan Fedder). Ihm gegenüber steht sein Bruder "Willy" (André M. Hennicke). Beide haben ihre Sorgen und Nöte und gehen auf ihre ganz eigene Art damit um.

                             

Fischzüchter "Frank" versucht, mit seiner schon buchstäblichen nordischen Schroffheit, alle Probleme aus dem Weg zu räumen oder auch einfach zu verdrängen. Er wehrt sich beinahe gegen alles, egal ob Banken oder die Polizei, vertreten durch Dorfsheriff "Henning Holmsen" (Rainer Piwek). Selbst vor der Zuneigung ihm wohlgesonnener Familienmitglieder wie zb. die seiner Frau "Sophie" (Kirsten Block) und der Tochter "Ute" (Jodie Leslie Ahlborn) flüchtet er regelrecht. Ein besonderer Dorn im Auge sind ihm die Kormorane, in denen er eine Gefährdung seiner Existenz sieht.

Sein Bruder hingegen ist der sensiblere von beiden. Er steckt gerade in einer Lebenskrise. Er hat aufgrund des verloren gegangenen Geschmackssinns seinen Job als Teeverkoster aufgegeben und ist von der Frau verlassen worden. Er will auf dem Land, bei seinem Bruder, wieder zu sich selbst finden. Dabei entwickelt sich eine zaghafte und sanfte Zuneigung zur viel jüngeren "Corinna" (Daniela Schulz), die im hiesigen Tee-Haus serviert. Wird ihm diese Zuneigung helfen einen neuen Anfang zu finden? Oder wird sie "Willy" nur noch in ein tieferes Loch ziehen?

Es ist ein Wechselbad der Gefühle und der "kleinen Großen Momente", die es in diesem Film zu erleben gibt. Hinzu kommen neben der stimmig in Szene gesetzten Filmhandlung zudem noch ein Großteil gelungen schöner, durch Kameramann Wedigo von Schultzendorff eingefangener Landschaftsmomente und Augenblicke.
 
Das von der DVD zur Ansicht kommende Bild erfüllt die qualitativen Erwartungen einer 2010 erstmals im TV zu erlebenden  Produktion. Die in einer Koproduktion des NDR zusammen mit der "Aspekt Telefilm" entstandene Literaturverfilmung bietet in sich kraftvolle und in vielen Tönen und Nuancen ausgeprägte Farben von zumeist recht natürlicher und gut ausgeprägter Intensität. Der Kontrast überzeugt beinahe immer mit gut gesetzten Einstellungen. Bei der Schärfe treten eher selten einige kleinere Schwächen auf. Leider macht sich auch hin und wieder, besonders unter erschwerten Licht- und Aufnahmebedingungen, ein leicht erhöhtes Bildrauschen bemerkbar. Wirklich extrem störend, beim Ansehen der DVD, ist dies dann aber auch wieder nicht.

 

Die DVD-Menüs wurden passend zu bereits anderen Veröffentlichungen innerhalb der Reihe "Grosse Geschichten" gestaltet. Sie sind zum Teil mit einigen Animationen und Soundeffekten versehen und dabei übersichtlich und bedienfreundlich. Aus dem nach Einlegen der DVD in den Player zur Ansicht kommenden Menü heraus kann der Film unmittelbar zur Wiedergabe gestartet werden. Eine sich in einem separaten weiteren Menüfenster öffnende Kapitelauswahl ermöglicht die direkte Anwahl bestimmter Szenen und Momente im Film. Außer einigen Trailern zu weiteren DVD-Veröffentlichungen finden sich leider keine weiteren Extras auf der vorliegenden DVD.


                      

Sehr ansprechend und gelungen präsentiert sich auch die DVD-Box in ihrer Art und Gestaltung. Hier hat man sich wirklich Mühe gegeben und präsentiert die eine DVD dieser Veröffentlichung in einem schmucken, aus Hartpapier gefertigten, aufklappbaren Digipack in Buchform. In der Box findet sich ein fest integriertes zehnseitiges Booklet mit einigen interessanten Informationen. Neben Namen von Darstellern, wie auch an der Produktion Beteiligter werden noch Siegfried Lenz und Jan Fedder in einem kurzen Lebenslauf vorgestellt. Vier der Seiten im Booklet beschäftigen sich mit Siegfried Lenz künstlerischer Bedeutung seines Schaffens und dem seiner Werke in Vergangenheit und Gegenwart. Einige Hinweise auf weitere Veröffentlichungen innerhalb der Reihe "Grosse Geschichten" bilden den Abschluss des Booklets.

Die gelungene Literaturverfilmung hält sich in ihrer filmischen Umsetzung schon recht nahe an ihre literarische Vorlage. Dennoch kann so ein neunzig Minuten laufender Film nur schwer alle die im Buch erzählten und beschriebenen Gedanken und Geschichten wiedergeben. Daher möchte ich an dieser Stelle allen Interessierten das beim Deutschen Taschenbuch Verlag erschienene und 386 Seiten umfassende Buch, mit dem Roman "Die Auflehnung" von Siegfried Lenz, ans Herz legen.


                               



Tonbewertung:
Im Format Dolby Digital 2.0 Stereo, kommt der von der DVD dieser Veröffentlichung zu erlebende Ton zu Gehör. Insgesamt präsentiert sich der in seinen Dialogen meist recht gut verständliche Ton in zu akzeptierender Qualität ohne größere Auffälligkeiten. Die Musik für diese Literaturverfilmung stammt von Jörg Lemberg. Untertitel für Hörgeschädigte oder Gehörlose werden von den DVDs dieser Veröffentlichung leider nicht angeboten.


Gesamturteil:
Erneut bringt das "Studio Hamburg" unter dem Vertrieb von "AL!VE" mit "Die Auflehnung" eine beachtenswerte und gelungene Literaturverfilmung, basierend auf einem Werk von Siegfried Lenz, innerhalb der Reihe "Grosse Geschichten" zur Veröffentlichung. Der so typische Schreibstil des Autors der literarischen Vorlage und die zeitgemäße, im Hier und Heute angekommene passende Inszenierung und Umsetzung durch den Regisseur Manfred Stelzer zusammen mit allen Darstellern, sind etwas Besonderes. Ohne Übertreibung eben passend zur Edition "Grosse Geschichten".

Autor: Torsten




         

            


          Dank der freundlichen Unterstützung vom Deutschen Taschenbuch Verlag 
                          hier nun eine Verlosung des Romans "Die Auflehnung".
 



    


 

Wir freuen uns, zu der bei uns eingestellten Rezension, zur DVD-Veröffentlichung der Literaturverfilmung von "Die Auflehnung" in der Reihe "Grosse Geschichten", ein exklusives Gewinnspiel an den Start zu bringen.

In Zusammenarbeit und mit Unterstützung durch den "Deutschen Taschenbuch Verlag", verlosen wir einige Exemplare des Romans "Die Auflehnung", von Siegfried Lenz.
 

Zum Buch:

Unterwerfung oder Auflehnung? Eine lebensentscheidende Frage für zwei sehr unterschiedliche Brüder.

"Willy Wittmann übt den hanseatisch angesehenen Beruf eines Teekosters aus; sein Bruder Frank ist Fischmeister in der ererbten Teichwirtschaft. Beide werden von Verlusten getroffen: Der Teefachmann büßt die hochdotierten Fähigkeiten seiner sensiblen Geschmacksnerven ein; der Fischer wehrt sich mit wütender Kraft gegen naturgeschützte Raubvögel, die seine Teiche leerfressen. Beide lehnen sich auf. Der eine versucht, in der Liebe zu einer jungen Frau den Geschmack am Leben zurückzugewinnen; der andere holt einen versteckten Wehrmachtskarabiner aus der Ölverpackung ... Siegfried Lenz erweist sich wieder als ein Meister detailgenauen Erzählens." (Wolfgang Tschechne in den ›Lübecker Nachrichten‹)



 



 

                                                                
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                                       danken wir ganz Herzlich "dtv".

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Die Auslosung findet unter allen richtigen Einsendungen statt, Teilnahmeschluss ist der 11.06.2011. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die automatisierte Teilnahme durch Gewinnspielservices ist verboten .
 
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