
Die seltsamen Geschichten des F.J. Wanninger - Box 1

Inhalt
Kriminalinspektor Wanninger, der wegen seiner Bandscheibenprobleme zum Inspektor z. b. V. - zur besonderen Verwendung - ernannt wurde, kommt immer dann zum Einsatz, wenn sein Kollege, der ehrgeizige und etwas steife Kriminaloberinspektor Steiner, mit seinen Ermittlungen nicht so recht weiter kommt. Mit Hilfe des Kriminalassistenten Fröschl ermittelt Wanninger in Steiners Augen mit etwas „seltsamen Methoden“, wenn er undercover ins Milieu abtaucht. Aber zur Freude ihres Chefs, Kriminaldirektor Mitterer, wird so dann doch jeder noch so unlösbar scheinende Fall gelöst.
Anbieter: EuroVideo
Genre: Tv-Serie, Krimi
FSK: 6
Laufzeit: 525 min.
Medien-Typ: 3 & DVD9
Verpackung: Keep Case
Bildbewertung
Mit einem beherzten Griff hat das Label "EuroVideo" ganz tief in die große Kiste mit TV-Serien vergangener Tage gelangt und bringt mit "Die seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger", eine der Kultserien des Vorabendprogramms der ARD, zur Veröffentlichung auf DVD. Neben einem Beppo Brem (1906-1990) in einer seiner, man kann wohl mit gutem Recht behaupten, Paraderollen, lädt diese charmant nostalgische TV-Serienproduktion zu einer Reise zurück in eine Zeit des Fernsehens ein, als der Begriff des "Volksschauspielers" entscheidend mit geprägt wurde.
Beginnend ab dem Februar 1965 bis in das Jahr 1970, wurden die im Auftrag des Westdeutschen Werbefernsehens für das Vorabendprogramm der ARD durch die Bavaria Film insgesamt 52, zumeist noch in schwarz/weiß, produzierten Folgen unter dem Serientitel "Die seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger", gezeigt. Nach acht Jahren Pause versuchte man es dann ab 1978 noch einmal mit sechzig weiteren Folgen, welche diesmal unter dem Serientitel "Die unsterblichen Methoden des Franz Josef Wanninger" und auf Farbfilm produziert, an die großen Erfolge der ersten Folgen anknüpfen sollten.
Die Reihe besticht besonders in den noch in schwarz-weiß gefertigten Folgen, mit ihren höchst abwechslungsreich und ideenreich erzählten und in Szene gesetzten Geschichten. Angesiedelt und tief verwurzelt im bayerischen Lokalkolorit, sind es die verschiedensten Delikte, angefangen vom einfachen Raub bis hin zu Bombenlegern und Mord, die Oberinspektor Franz Josef Wanninger und seine Kollegen der Kripo München auf den Plan rufen.
Selbst heute, mehr als vierzig Jahre nach ihrer Erstausstrahlung hat diese Reihe nichts von ihrem Witz und dem in ihr liegenden ganz besonderen einmaligen Charme verloren. Es ist einfach nur herrlich und ein wahrhafter Genuss Beppo Brem als "Wanninger" zusammen mit Maxl Graf (1933-1996) als Kriminalassistent und Frauenliebling "Fröschl", bei ihrer Arbeit zu erleben. Immer wieder sorgen u.a. das Lamentieren von "Wanniger" über sein Bandscheibenleiden und seine resolute Haushälterin "Frau Burgmüller" (Franziska Liebing 1899-1993) für jede Menge Lacher. Als Gegenpol zu "Wanningers" tief bayrischer Seele steht der stocksteif wirkende preußische Kriminaloberinspektor "Steiner" (Wolf Achva 1911-2000), in dessen Fälle und Ermittlungen sich Oberinspektor Wanninger nur immer wieder all zu gerne einmischt und schließlich und endlich auch erfolgreich löst. Dass dies nun nicht eben gerade bei seinem Kollegen "Steiner" für Begeisterung sorgt ist zu verstehen und so hat dann auch deren beider Chef "Kriminaldirektor Mitterer" (Fritz Straßner 1919-1993), stets genug zu tun, um die Wogen wieder etwas glätten zu können.
Die vorliegende Veröffentlichung präsentiert, von ihren insgesamt drei DVDs, die Folgen 1 bis 21 der ersten beiden Staffeln dieser Reihe. Als sehr gelungen, besonders in Anbetracht der seit Produktion weit mehr als vierzig vergangenen Jahre, kann hier das in seiner Gesamtlaufzeit von ca. 534 Minuten zur Ansicht kommende Bild, im Format 4:3 Vollbild (1.33:1), beurteilt werden. Gelungene Schwarz-Weiß-Abstufungen im Bild, gehen einher mit gut gesetzten Einstellungen beim Kontrast und in der Schärfe. Mechanische Beschädigungen am Filmmaterial fallen so gut wie nicht auf und auch die Umsetzung und Bearbeitung für das Medium DVD ist wirklich gut und ohne nennenswerte größere Fehler gelungen.
Übersichtlich, klar strukturiert und somit auch einfach zu Bedienen, kommen die DVD-Menüs, mit einigen nett gemachten Animationen und der im Hintergrund zu hörenden Titelmusik der Reihe von Eugen Thomass (1927-2009), zur Ansicht. Auf jeder der drei DVDs der Veröffentlichung finden sich sieben jeweils ca. 25 Minuten laufende Folgen, welche sich direkt aus dem nach Einlegen der DVD in den Player zur Ansicht kommenden Menü heraus zur Wiedergabe starten lassen. Leider fehlt hier die Möglichkeit alle Folgen einer DVD "am Stück", also hintereinander und ohne Unterbrechung abspielen zu können. Ein Kapitelmenü zu den einzelnen Episoden kommt nicht zur Ansicht, jedoch wurde zur Mitte einer jeden Folge ein Marker gesetzt. Extras finden sich leider keine auf den DVDs dieser Veröffentlichung.
Tonbewertung
Sonst oft ein Schwachpunkt bei so betagten Produktionen, kann hier bei dieser Veröffentlichung neben dem bereits erwähnten gelungenen Bild auch der Ton ganz klar überzeugen und für sich punkten. Verständlicherweise natürlich nur im Format Dolby Digital 1.0 Mono, wirkt er dennoch recht frisch und lebendig und ist in seinen Dialogen zumeist ohne Einschränkungen verständlich. Trotz der in Bayern spielenden Handlung mit jeder Menge Lokalkolorit in sich, dürften selbst des bayrischen Dialekts nicht Kundige keinerlei Probleme bei der Verständlichkeit der Texte haben. Hier hat man sich bemüht und ist nicht zu sehr in die bayrische Mundart verfallen.
Kaum erwähnenswert, fällt nur ab und an ein leicht erhöht zu bemerkendes Grundrauschen im Ton auf, was aber kein wirkliches Problem bei der Verständlichkeit darstellt. Vom Klangvolumen und auch in den zu hörenden Höhen und Tiefen wirkt der Ton im Gesamteindruck angenehm ausgewogen und von geradezu überraschend guter Qualität in Anbetracht des Produktionszeitraums der Folgen auf dieser DVD-Box. Leider fehlen bei dieser sonst doch sehr gelungenen Veröffentlichung Untertitel für Hörgeschädigte bzw. Gehörlose.
Gesamturteil:
Mit einer sehr gelungenen Veröffentlichung bringt hier das Label "EuroVideo" die ersten sechsundzwanzig Folgen einer der beliebtesten und größten TV-Erfolge vergangener Tage zur Veröffentlichung auf DVD. Abwechslungsreich und mit Liebe geschriebene und durch eine hervorragend agierende Crew an Darstellern in Szene gebrachte Geschichten erwärmen das Herz und machen es zu einer Freude, diesen Klassiker früher Fernsehtage wieder einmal oder eben auch ein erstes Mal für sich zu entdecken. Eine ganz klare Top Empfehlung und schon jetzt Vorfreude auf die noch kommenden weiteren Folgen dieser Reihe, hier und an dieser Stelle von mir ganz persönlich.
Autor: Torsten
Die seltsamen Geschichten des F.J. Wanninger - Box 2

Inhalt
Kriminalinspektor Wanninger, der wegen seiner Bandscheibenprobleme zum Inspektor z. b. V. - zur besonderen Verwendung - ernannt wurde, kommt immer dann zum Einsatz, wenn sein Kollege, der ehrgeizige und etwas steife Kriminaloberinspektor Steiner, mit seinen Ermittlungen nicht so recht weiter kommt. Mit Hilfe des Kriminalassistenten Fröschl ermittelt Wanninger in Steiners Augen mit etwas „seltsamen Methoden“, wenn er undercover ins Milieu abtaucht. Aber zur Freude ihres Chefs, Kriminaldirektor Mitterer, wird so dann doch jeder noch so unlösbar scheinende Fall gelöst.
Anbieter: EuroVideo
Genre: Tv-Serie, Krimi
FSK: 12
Laufzeit: 375 min.
Medien-Typ: 3 & DVD9
Verpackung: Keep Case
Bildbewertung
Über zwei Jahre sind in das Land gezogen, seit das Label "EuroVideo" mit einer ersten DVD-Box einundzwanzig Episoden der Kultserie "Die seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger" aus dem Vorabendprogramm der 60er Jahre der ARD, zur Veröffentlichung brachte.
Nun endlich ist es soweit und nach langwierigen Verhandlungen, ob der Rechte für eine Veröffentlichung, kommen mit der hier vorliegenden zweiten DVD-Box die Folgen 22-36 zur Ansicht.
Insgesamt 52 Folgen über "Die seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger" wurden im Auftrag des Westdeutschen Werbefernsehens für das Vorabendprogramm der ARD durch die Bavaria Film bis 1970 produziert. Nach acht Jahren Pause versuchte man es dann ab 1978 noch einmal mit sechzig weiteren Folgen, welche diesmal unter dem Serientitel "Die unsterblichen Methoden des Franz Josef Wanninger" und auf Farbfilm produziert, an die großen Erfolge der ersten Folgen anknüpfen sollten.
Die Reihe besticht besonders in den noch in schwarz-weiß gefertigten Folgen, mit ihren höchst abwechslungsreich und ideenreich erzählten und in Szene gesetzten Geschichten. Angesiedelt und tief verwurzelt im bayerischen Lokalkolorit, sind es die verschiedensten Delikte, wie zb. Lohnraub oder verdächtig viele Sterbefälle bei einer Krankenpflegerin, bis hin zu Morden durch Pfeilgift, die Oberinspektor Franz Josef Wanninger und seine Kollegen der Kripo München auf den Plan rufen.
Neben einem Beppo Brem (1906-1990) in einer seiner, man kann wohl mit gutem Recht behaupten, Paraderollen, lädt diese charmant nostalgische TV-Serienproduktion zu einer Reise zurück in eine Zeit des Fernsehens ein, als der Begriff des "Volksschauspielers" entscheidend mit geprägt wurde.
Selbst heute, mehr als vierzig Jahre nach ihrer Erstausstrahlung, hat diese Reihe nichts von ihrem Witz und dem in ihr liegenden ganz besonderen einmaligen Charme verloren. Es ist einfach nur herrlich und ein wahrhafter Genuss Beppo Brem als "Wanninger" zusammen mit Maxl Graf (1933-1996) als Kriminalassistent und Frauenliebling "Fröschl", bei ihrer Arbeit zu erleben. Immer wieder sorgen u.a. das Lamentieren von "Wanniger" über sein Bandscheibenleiden und seine resolute Haushälterin "Frau Burgmüller" (Franziska Liebing 1899-1993) für jede Menge Lacher.
Als Gegenpol zu "Wanningers" tief bayrischer Seele steht der stocksteif wirkende preußische Kriminaloberinspektor "Steiner" (Wolf Achva 1911-2000), in dessen Fälle und Ermittlungen sich Oberinspektor Wanninger nur immer wieder all zu gerne einmischt und schließlich und endlich auch erfolgreich löst. Dass dies nun nicht eben gerade bei seinem Kollegen "Steiner" für Begeisterung sorgt ist zu verstehen und so hat dann auch deren beider Chef "Kriminaldirektor Mitterer" (Fritz Straßner 1919-1993), stets genug zu tun, um die Wogen wieder etwas glätten zu können.
Die vorliegende Veröffentlichung präsentiert, von ihren insgesamt drei DVDs, die Folgen 22 bis 36 dieser Reihe. Als gelungen, besonders in Anbetracht der seit Produktion weit mehr als vierzig vergangenen Jahre, kann hier das in seiner Gesamtlaufzeit von ca. 375 Minuten zur Ansicht kommende Bild, im Format 4:3 Vollbild (1.33:1), beurteilt werden. Gelungene Schwarz-Weiß-Abstufungen im Bild gehen einher mit gut gesetzten Einstellungen beim Kontrast und in der Schärfe.
Ab Folge 28 dieser Veröffentlichung wird es bunt, da der Farbfilm das bisher verwendete Schwarz-Weiß-Filmmaterial bei der Produktion ersetzte. Wohl ein jeder dürfte hier wohl das Verständnis aufbringen und auch haben, dass die zu sehenden Farben nun nicht immer ganz natürlich und vor Kraft strotzend daher kommen. Mechanische Beschädigungen am Filmmaterial fallen so gut wie nicht auf und auch die Umsetzung und Bearbeitung für das Medium DVD ist insgesamt gesehen recht gut und ohne größere Fehler gelungen.
Übersichtlich, klar strukturiert und somit auch einfach zu bedienen, kommen die DVD-Menüs, mit einigen nett gemachten Animationen und der im Hintergrund zu hörenden Titelmusik der Reihe von Eugen Thomass (1927-2009), zur Ansicht. Auf jeder der drei DVDs der Veröffentlichung finden sich fünf jeweils ca. 25 Minuten laufende Folgen, welche sich direkt aus dem nach Einlegen der DVD in den Player zur Ansicht kommenden Menü heraus zur Wiedergabe starten lassen. Leider fehlt hier die Möglichkeit alle Folgen einer DVD "am Stück", also hintereinander und ohne Unterbrechung abspielen zu können. Ein Kapitelmenü zu den einzelnen Episoden kommt nicht zur Ansicht, jedoch wurde zur Mitte einer jeden Folge ein Marker gesetzt. Extras finden sich leider keine auf den DVDs dieser Veröffentlichung.
Tonbewertung
Sonst oft ein Schwachpunkt bei so betagten Produktionen kann hier bei dieser Veröffentlichung neben dem bereits erwähnten gelungenen Bild auch der Ton ganz klar überzeugen und für sich punkten. Verständlicherweise natürlich nur im Format Dolby Digital 1.0 Mono, wirkt er dennoch recht frisch und lebendig und ist in seinen Dialogen zumeist ohne Einschränkungen verständlich. Trotz der in Bayern spielenden Handlung mit jeder Menge Lokalkolorit in sich dürften selbst des bayrischen Dialekts nicht Kundige keinerlei Probleme bei der Verständlichkeit der Texte haben. Hier hat man sich bemüht und ist nicht zu sehr in die bayrische Mundart verfallen.
Kaum erwähnenswert fällt nur ab und an ein leicht erhöht zu bemerkendes Grundrauschen im Ton auf, was aber kein wirkliches Problem bei der Verständlichkeit darstellt. Vom Klangvolumen und auch in den zu hörenden Höhen und Tiefen wirkt der Ton im Gesamteindruck angenehm ausgewogen und von geradezu überraschend guter Qualität in Anbetracht des Produktionszeitraums der Folgen auf dieser DVD-Box. Leider fehlen bei dieser sonst doch sehr gelungenen Veröffentlichung Untertitel für Hörgeschädigte bzw. Gehörlose.
Gesamturteil:
Auch mit dieser zweiten DVD-Box mit weiteren fünfzehn Folgen über "Die seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger", bringt hier das Label "EuroVideo" eine abermals gelungene TV-Serien-Produktion vergangener Tage zur Veröffentlichung auf DVD. Abwechslungsreich und mit Liebe geschriebene und durch eine hervorragend agierende Crew an Darstellern in Szene gebrachte Geschichten erwärmen das Herz und machen es zu einer Freude, diesen Klassiker früher Fernsehtage wieder einmal oder eben auch ein erstes Mal für sich zu entdecken. Hier und an dieser Stelle von mir dafür eine ganz klare Top-Empfehlung für die hier vorliegende Veröffentlichung und der Hinweis auf die für den Juni 2010 angekündigte dritte Box der Reihe mit den Folgen 37 bis 52.
Autor: Torsten
Die seltsamen Geschichten des F.J. Wanninger - Box 3

Inhalt
Kriminalinspektor Wanninger, der wegen seiner Bandscheibenprobleme zum Inspektor z. b. V. - zur besonderen Verwendung - ernannt wurde, kommt immer dann zum Einsatz, wenn sein Kollege, der ehrgeizige und etwas steife Kriminaloberinspektor Steiner, mit seinen Ermittlungen nicht so recht weiter kommt. Mit Hilfe des Kriminalassistenten Fröschl ermittelt Wanninger in Steiners Augen mit etwas „seltsamen Methoden“, wenn er undercover ins Milieu abtaucht. Aber zur Freude ihres Chefs, Kriminaldirektor Mitterer, wird so dann doch jeder noch so unlösbar scheinende Fall gelöst.
Anbieter: EuroVideo
Genre: Tv-Serie, Krimi
FSK: 12
Laufzeit: 400 min.
Medien-Typ: 3 & DVD9
Verpackung: Keep Case
Bildbewertung
Nachdem zuvor bereits auf zwei DVD-Boxen, die ersten 36 Episoden dieser Kultserie über "Die seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger", durch das Label "EUROVIDEO" erschienen sind, kommen nun auch die noch ausstehenden restlichen sechszehn Folgen dieser einzigartig und so gelungenen Serie vergangener Flimmerkistentage zur Veröffentlichung.
Mit den von den drei DVDs der hier vorliegenden Box zu erlebenden Folgen 37 bis 52 sind nun alle Episoden, dieser im Auftrag des Westdeutschen Werbefernsehens für das Vorabendprogramm der ARD durch die Bavaria Film vom Februar 1965 bis in das Jahr 1970 hinein produzierten Folgen dieser Reihe auf DVD erschienen.
Vielleicht entschließt sich das Label "EUROVIDEO", im Anschluss an die gelungenen Veröffentlichungen der Kriminalserie über "Die seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger", nun auch noch die ab 1978 unter dem Titel "Die unsterblichen Methoden des Franz Josef Wanninger" folgend produzierte Serie, zur Veröffentlichung zu bringen. Wünschenswert und im Sinne der vielen Liebhaber diesen zauberhaft nostalgischen Serienkults wäre es sicher auf jedem Fall.
Auch die vorliegenden kriminalistischen Fälle von dieser Veröffentlichung überzeugen abermals mit ihren höchst abwechslungsreich und ideenreich erzählten und in Szene gesetzten Geschichten unter der Regie von Theo Mezger. Angesiedelt und tief verwurzelt im bayerischen Lokalkolorit, sind es die verschiedensten Delikte, wie zb. gestohlene Sportwagen und unersetzliche Kunstdiebstähle aus einem Museum oder ein Sprengstoffattentat in der U-Bahn und Waffenschmuggel, bis hin zu verschiedensten Morden, welche Oberinspektor Franz Josef Wanninger und seine Kollegen der Kripo München auf den Plan rufen.
Neben einem Beppo Brem (1906-1990) in einer seiner, man kann wohl mit gutem Recht behaupten, Paraderollen, lädt diese charmant nostalgische TV-Serienproduktion ein zu einer Reise zurück in eine Zeit des Fernsehens, als der Begriff des "Volksschauspielers" entscheidend mit geprägt wurde.
Selbst heute, um die vierzig Jahre nach ihrer Erstausstrahlung, haben die von den DVDs dieser Veröffentlichung zu erlebenden Episoden nichts von ihrem Witz und dem in ihr liegenden ganz besonderen einmaligen Charme verloren. Es ist einfach nur herrlich und ein wahrhafter Genuss Beppo Brem als "Wanninger" zusammen mit Maxl Graf (1933-1996) als Kriminalassistent und Frauenliebling "Fröschl", bei ihrer Arbeit zu erleben. Wieder einmal steht als ständiger Gegenpol zu "Wanningers" tief bayrischer Seele der stocksteif wirkende preußische Kriminaloberinspektor "Steiner" (Wolf Ackva 1911-2000). Nach wie vor mischt sich Oberinspektor "Wanninger" nur immer wieder all zu gerne in dessen Fälle und Ermittlungen ein, um sie dann schließlich und endlich auch erfolgreich zu lösen. Dass dies nun nicht eben gerade bei seinem unmittelbaren Vorgesetzten Kriminaloberinspektor "Steiner" für Begeisterung sorgt, ist zu verstehen und so hat dann auch deren beider Chef Kriminaldirektor "Mitterer" (Fritz Straßner 1919-1993), wie so oft genug zu tun, um die Wogen der Aufregung wieder einmal zu glätten.
Als gelungen, besonders in Anbetracht der seit Produktion vergangenen beinahe vierzig Jahre, kann hier das in seiner Gesamtlaufzeit von ca. 400 Minuten zur Ansicht kommende Bild, im Format 4:3 Vollbild (1.33:1), beurteilt werden. Beinahe vergisst man beim Ansehen der DVDs die ins Land gezogene Zeit, seit dem Dreh der hier zu erlebenden Folgen. Das Bild versteht mit sehr gelungenen und passend gesetzten Einstellungen und Werten beim Kontrast, wie auch in der Schärfe, zu überzeugen. Die Farben zeigen sich in schon beinahe erstaunlich gut erhaltener Intensität und für einer für derart betagte Produktion überraschender Natürlichkeit. Mechanische Beschädigungen am Filmmaterial fallen so gut wie nicht auf und auch die Umsetzung und Bearbeitung für das Medium DVD ist insgesamt gesehen mehr als nur gut und ohne größere Fehler, als sehr gelungen zu bezeichnen.
Übersichtlich, klar strukturiert und somit auch einfach zu bedienen, kommen die DVD-Menüs, mit einigen nett gemachten Animationen und der im Hintergrund zu hörenden Titelmusik der Reihe von Eugen Thomass (1927-2009), zur Ansicht. Jede einzelne der insgesamt sechszehn auf den drei DVDs der Veröffentlichung zu findenden Folgen hat eine Laufzeit von ca. 25 Minuten. Diese lassen sich direkt, aus dem nach Einlegen der DVD in den Player zur Ansicht kommenden Menü heraus, zur Wiedergabe einzeln starten. Leider fehlt hier die Möglichkeit, alle Folgen einer DVD "am Stück", also hintereinander und ohne Unterbrechung abspielen zu können. Ein Kapitelmenü zu den einzelnen Episoden kommt nicht zur Ansicht, jedoch wurde zur Mitte einer jeden Folge ein Marker gesetzt. Extras, außer einem kurzen Werbetrailer für einen Pay-TV-Sender, finden sich leider keine auf den DVDs dieser Veröffentlichung.
Tonbewertung
Sonst oft ein Schwachpunkt bei so betagten Produktionen kann hier bei dieser Veröffentlichung neben dem bereits erwähnten gelungenen Bild auch der Ton ganz klar überzeugen und für sich punkten. Verständlicherweise natürlich nur im Format Dolby Digital 1.0 Mono, wirkt er dennoch recht frisch und lebendig und ist in seinen Dialogen zumeist ohne Einschränkungen verständlich. Trotz der in Bayern spielenden Handlung und mit jeder Menge Lokalkolorit in sich, dürften selbst des bayrischen Dialekts nicht Kundige keinerlei Probleme bei der Verständlichkeit der Texte haben. Hier hat man sich bemüht und ist nicht zu sehr in die bayrische Mundart verfallen. Kaum erwähnenswert fällt nur ab und an ein leicht erhöht zu bemerkendes Grundrauschen im Ton auf, was aber kein wirkliches Problem bei der Verständlichkeit darstellt.
Vom Klangvolumen und auch in den zu hörenden Höhen und Tiefen wirkt der Ton im Gesamteindruck angenehm ausgewogen und von geradezu überraschend guter Qualität in Anbetracht des Produktionszeitraums der Folgen auf dieser DVD-Box. Leider fehlen bei dieser sonst doch sehr gelungenen Veröffentlichung Untertitel für Hörgeschädigte bzw. Gehörlose.
Gesamturteil:
Mit dieser dritten DVD-Box und den auf ihr enthaltenen sechzehn Folgen über "Die seltsamen Methoden des Franz Josef Wanninger", bringt das Label "EuroVideo" nun auch noch die letzten Folgen dieser so gelungenen TV-Serien-Produktion vergangener Tage zur Veröffentlichung auf DVD. Wie schon bei den beiden vorhergehenden DVD-Boxen, sind auch diese Folgen wieder höchst abwechslungsreich und mit Liebe geschrieben. Eine hervorragend agierende Crew von Darstellern zeigt die in Szene gesetzten Geschichten in einer Art und Weise, die es zu einer wahrhaften Freude macht diesen Klassiker früher Fernsehtage wieder einmal oder eben auch ein erstes Mal und ganz neu für sich zu entdecken. Hier und an dieser Stelle von mir, eine ganz klare Empfehlung für diese und auch die beiden anderen, bereits verlegten Veröffentlichungen dieser Serie.
Autor: Torsten
Ein EuroVideo Bildprogramm GmbH Produkt.
