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  GG 09: Nirgendwo ist Pönichen
 

                            Dank der freundlichen Unterstützung von ARD Video 
                                     hier nun eine Rezension der DVD Box
                                        "GG 09: Nirgendwo ist Pönichen".


    

Inhalt
Maximilane Quint befindet sich mit ihren vier kleinen Kindern auf der Flucht aus Pommern. Die Suche nach ihrem Mann Viktor in Berlin bleibt erfolglos. Ihr nächstes Ziel ist der Stammsitz der Familie, Burg Eyckel in Franken, wo sie Weihnachten 1945 ihr fünftes Kind zur Welt bringt. Auf der Suche nach dem verlorenen Poenichen-Treck stranden die Quints auf dem Weg nach Norddeutschland in Marburg, wo Maximiliane eine Fischbratküche errichtet. Aus den USA kommt ein paar Jahre später eine Einladung von ihrer Mutter Vera. Nach dem Tod ihrer Patentante erbt Maximiliane den Eyckel, den sie an eine Brauerei aus der weitläufigen Verwandtschaft verkauft. Nachdem Golo bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist und die anderen Kinder das Haus verlassen haben, bricht sie ihre Zelte in Marburg ab. Über Umwege kehrt sie auf den Eyckel zurück, der jetzt ein Hotel ist. Doch auch hier fühlt sie sich nicht wirklich zuhause. Mit einer Reisegesellschaft macht sie sich auf den Weg nach Polen, um nach Poenichen zu suchen.  
         

                   


Anbieter: ARD Video

Genre: Tv-Film, Literaturverfilmung 

FSK: 12

Laufzeit: 525 min.

Medien-Typ: 3 & DVD9

Bildformat(e): 4:3 (1:33) Vollbild

Tonformat(e): Deutsch Dolby Digital 2.0 Mono                       

Regie: Günther Gräfert, Rainer Wolffhardt


Darsteller: Ulrike Bliefert, Franziska Bronnen, Heinz Joachim Klein

Verpackung: Digipak


 
                                        


Mit "Nirgendwo ist Poenichen" kommt durch "ARD-Video" die Fortsetzung des erfolgreichen, bereits auf DVD-Box 8 innerhalb der Reihe "Grosse Geschichten" erhältlichen Mehrteilers "Jauche und Levkojen", in die Veröffentlichung. Der Verfilmung von "Nirgendwo ist Poenichen" liegt der gleichnamige Roman von Christine Brückner (1921-1996) aus dem Jahre 1977 zugrunde.

In den 21 Folgen von den drei DVD`s dieser Box, begleiten wir erneut Maximiliane von Quind, über drei Jahrzehnte ihres Lebens, beginnend im Jahr 1945, hochschwanger und mit ihren vier kleinen Kindern auf der Flucht aus Pommern, bis hinein in das Jahr 1976. Wie schon bei "Jauche und Levkojen" überzeugt auch "Nirgendwo ist Poenichen" mit einer sehr liebevollen, höchst anspruchsvollen und überaus gelungenen Literaturverfilmung. Die Geschichte einer Frau und Mutter mit ihrer äußeren und inneren Suche, die aus Pommern fliehen muss, fesselt und begeistert zugleich. Spürbar vermittelt die sich nah an das Buch von Christine Brückner haltende Verfilmung, in einer sehr persönlichen und nahegehenden Art immer wieder, dass die Romanvorlage neben den fiktiven Inhalten, auch eine Aufarbeitung der Schriftstellerin mit eigenen Erlebnissen darstellt. Die Produktion dieses TV-Mehrteilers erfolgte im Auftrag der Westdeutschen Rundfunkwerbung GmbH Köln (WWF) durch die Bavaria Atelier GmbH.

Die Regie bei dieser Produktion lag in den Händen von Günter Gräwert (1930-1996) und Rainer Wolffhardt. Beide zählen durch ihre zahlreichen Werke mit zu den Bekanntesten ihrer Branche, hier in Deutschland. So war Günter Gräwert als Autor und Regisseur an zahlreichen TV-Produktionen, wie zb. der 26-teiligen Serie "Kara Ben Nemsi Effendi" nach den Büchern von Karl May oder auch an einigen Episoden von "Der Alte" und "Derrick" beteiligt. Zu Rainer Wolffhardt`s wohl mit bekanntesten und erfolgreichsten Werken dürfte die Familien- und Kriminalserie "Löwengrube" oder auch die erste Seifenoper auf Sat.1 "So ist das Leben! Die Wagenfelds" zählen.

 
 

Neben der äußerst gelungenen sanften, aber zugleich kraftvollen in Szene gesetzten Inszenierung dieser Literaturverfilmung, überzeugt ebenso die stimmige und passende Wahl der Darsteller und deren schauspielerische Leistung, welche diesen TV-Mehrteiler so sehenswert machen.

Ulrike Bliefert brilliert wieder, wie schon bei "Jauche und Levkojen" in der Rolle der Maximiliane von Quindt. Ihr zur Seite stehen Eva Behrmann in der Rolle der "Eda" oder auch Franziska Bronnen (Vera) und Mathias Einert als Darsteller des "Joachim". Sie alle geben der Serie, neben vielen anderen, ebenfalls hervorragend agierenden Darstellern, eine ungeheure Kraft und Authentizität in ihrer Aussage, die überzeugt und ehrlich wirkt.

Auf der vorliegenden Veröffentlichung befinden sich auf den 3 DVD´s, bei einer Gesamtlaufzeit von ca. 525 Minuten, insgesamt 21 Folgen im Bildformat 4:3 Vollbild (1.33:1). Das Bild von den DVD´s kommt mit der zu erwartenden Qualität, dem Produktionsdatum der Serie entsprechend, zur Ansicht.

Die Farben zeigen sich in meist natürlichen Nuancen und passender Intensität. Schärfe und Kontrast sind in mittleren und gut gewählten Einstellungen präsent und zeigen nur hin und wieder einige Schwächen. Ein leichtes Bildrauschen macht sich ab und an bemerkbar, wirkt aber nicht sonderlich störend. Das Bild in seiner Qualität als Ganzes gesehen, kann für eine Produktion diesen Alters, als gut gelungen gewertet werden, zumal die wunderbar erzählten Geschichten der einzelnen Folgen, einen diese kleinen Mängel schnell vergessen lassen.

 
 

Tonbewertung:
Ein zumeist gut verständlicher Ton im Dolby Digital 2.0, ohne größere auffallende Mängel, wird von den DVD`s dieser Veröffentlichung angeboten. Er ist dem Alter der Produktion entsprechend, in seiner Qualität akzeptabel und kann auch mit seinen zum Teil leichten Schwächen in der Dynamik und Lebendigkeit, immer noch als durchaus gelungen bezeichnet werden. Schade für die vielen Hörgeschädigten und Gehörlosen, dass auf Untertitel verzichtet wurde.Extras gibt es, außer einer Trailershow über weitere Veröffentlichungen auf DVD, bei dieser Veröffentlichung leider keine.

Gesamturteil:
Eine weitere, sehr gelungene Literaturverfilmung und Fortsetzung des erfolgreichen Mehrteilers "Jauche und Levkojen", findet hier durch "ARD-Video" und "EuroVideo" innerhalb der Reihe "Grosse Geschichten", mit "Nirgendwo ist Poenichen", ihren angemessenen und passenden Platz.Die liebevoll inszenierte und erzählte Geschichte dieser Verfilmung, zeigt über drei Jahrzehnte die Ereignisse und Geschehnisse im Leben von Maximiliane von Quindt und ihrer äußeren und inneren Suche nach sich selbst und ihrer Heimat. Empfehlenswert!

Autor: Torsten



      


            


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