Dank der freundlichen Unterstützung von ARD Video
hier nun eine Rezension der DVD Box
"Strassenfeger 17: Der dritte Handschuh / Die Katze im Sack".

Inhalt
Mit Strassenfeger 17 werden ganze zwei Krimiperlen veröffentlicht. „Der dritte Handschuh „ und „Die Katze im Sack“.

Der dritte Handschuh
Wendelin Dreyer ist Angestellter der Kassandra-Werke in Hamburg, der jeden Dienstag eine Viertelmillion Mark Lohngelder vom Bankhaus Fries abholen muss um sie in das Unternehmen zu bringen. An diesem Dienstag erscheint Dreyer jedoch nicht wie gewohnt in den Kassandra-Werken. Er verschwindet und mit ihm auch das Geld. Was jedoch zunächst nach einer einfachen Unterschlagung aussieht, wird für den ermittelnden Kommissar Ketterle immer mysteriöser. Denn bald drehen sich die Ermittlungen um das Einzige, was von Dreyer noch zu finden ist: Die plötzlich auftauchenden Handschuhe.

Die Katze im Sack
Maureen Crosby ist jung und reich, eine Millionärin, der es immer gelingt, Männer in den Sack zu stecken. Auch Vic Malloy ist einer von ihnen. Als Malloy den Brief des jungen Mädchens in seiner Ablage wiederentdeckt, ist es schon fast zu spät. Das Mädchen tot, die Schwester entführt – alles sieht nach einem klaren, wenn auch aussichtslosen Fall aus. Bis Vic zusammen mit seinem Kollegen Jack Nachforschungen aufnimmt, bei denen ein bisher verborgen gebliebenes Verbrechen aufgedeckt wird, das alles ändert.
Anbieter: ARD Video
Genre: Tv-Serie, Krimi
FSK: 12
Laufzeit: 326 min.
Medien-Typ: 4 & DVD9
Bildformat(e): 4:3 (1:33) Vollbild
Tonformat(e): Deutsch Dolby Digital 2.0 Mono
Darsteller: Eberhard Itzenplitz, Jürgen Roland, willi rose, Alois Garg, Hanns Lothar
Verpackung: Digipak




Die Krimimehrteiler „Der dritte Handschuh“ und „Die Katze im Sack“ stammen aus den Jahren 1967 bzw. 1965. Sie sind daher in dem in dieser Zeit für Fernsehproduktionen üblichen Bildformat 1,33:1 (4:3), sowie Schwarz-Weiß aufgenommen.Trotz des hohen Alters von mehr als 40 Jahren, ist die Bildqualität – nicht zuletzt aufgrund digitaler Aufbereitung des Filmmaterials – außerordentlich gut.

Auch wenn einzelne Verschmutzungen und Beschädigungen des Ausgangsmaterials zu erkennen sind, fallen diese kaum störend ins Gewicht und müssen wohl als altersbedingt unvermeidbar eingestuft werden.
Überraschend gut fallen dagegen Bildschärfe, Helligkeit und Kontrast aus. Denn während andere Schwarz-Weiß-Produktionen häufig unter Schärfe- und Kontrastproblemen leiden, können beide in der Straßenfeger 17 – Edition veröffentlichten Krimis überzeugen. Typische Schwierigkeiten überstrahlender und damit erheblich störender weißer Flächen bleiben aus. Das Bild erscheint durchgehend ausgewogen und in sich stimmig.
Wäre es aufgrund der Schwarz-Weiß-Produktion und der zeittypischen Inszenierung nicht unverkennbar, dass es sich um eine ältere Produktion handelt, könnte man aufgrund der guten Bildqualität versucht sein, eine aktuelle Produktion zu vermuten. Die Inszenierung ist für die endenden 60er Jahre typisch ruhig und einfach. Weder gewaltige Actionszenen, noch Kamerafahrten oder dergleichen lenken von der Handlung ab. Auch die Schauplätze sind einfach gehalten. Abgesehen von wenigen Außenaufnahmen, spielt die Handlung in für die Zeit typischen Wohn- und Büroräumen.
Das Menü der DVDs erlaubt die Auswahl zwischen den einzelnen Krimifolgen und den teilweise vorhandene Dokumentationen oder auch Werbefilmen über die Straßenfeger-Reihe. Dabei bleibt das Menü zwar einfach und funktional, jedoch trotzdem aufgrund der Animation ansehnlich. Für Fans der Reihe besonders erfreulich ist die Konstanz der optischen Gestaltung des Menüs über die ganze Reihe.


Tonbewertung
Der Ton liegt im Format Dolby Digital 2.0 Mono vor. Aufgrund des Alters ist dieser Umstand jedoch nicht als Mangel zu werten. Vielmehr ist die Tatsache, dass der Ton nicht künstlich erweitert wurde auf gut überlegte und dosierte Nachbereitung zurückzuführen und damit ein Merkmal eines höhen Qualitätsverständnisses. Sprachauswahl ist naturgemäß nicht vorhanden, auf Untertitel wurde verzichtet. Die Dialoge sind gut zu verstehen, auch wenn zeittypisch in vielen Szenen Musik als Mittel zur Steigerung der Dramaturgie eingesetzt wird. Aus heutiger Sicht eher ungewohnt, würde gerade Krimis der 60er Jahre ein wichtiges Element fehlen, welches das Flair der Filme ausmacht. Und wenn auch die Musik teilweise etwas zu laut wirkt, ist gerade dieser Umstand schon bei Produktion der Filme beabsichtigt gewesen und daher keinesfalls der Veröffentlichung zuzuschreiben.

Gesamturteil
Wer an Krimikost der endenden 60er Jahre denkt, wird sicherlich zwangsläufig an die Reihe „Der Komissar" denken, die noch immer sehr erfolgreich im deutschen Fernsehen läuft. Wer allerdings mehr Krimikost aus dieser Zeit erleben möchte, kann von gelegentlichen Ausnahmen abgesehen, nicht auf das Fernsehen vertrauen. Die Reihe Straßenfeger bietet die gelungene Möglichkeit, sich die spannendsten deutschen Genrevertreter ins Haus zu holen und alte Krimikost zu genießen. Wer den eigenen Charme von Serien, wie „Der Kommissar" schätzt, kann bedenkenlos auch beider Reihe Straßenfeger zuschlagen und erhält ruhige, jedoch intelligente und fesselnde Krimis, die auch ohne Actionfeuerwerk auskommen und begeistern können.
Autor: Christian

Ein ARD Video Produkt.
