Dank der freundlichen Unterstützung der Süddeutsche Zeitung
hier nun eine Rezension der DVD
"Der Skorpion" - SZ - Cinemathek Thriller - 1

Inhalt
Mit Der Skorpion" startet die SZ-Thrillerreihe, die insgesamt 15 Teile umfasst.
Joseph Berthold (Heiner Lauterbach) ist ermittelnder Beamter im Drogenmillieu Münchens. Als er eher zufällig den entscheidenden Tipp von einem Dealer bekommt, der ihn dem Millieu näher bringt, als er es sich gewünscht hätte, ereignet sich ein Anschlag auf seine Frau Lili. Ihr wird LSD in das Essen gemischt, das bei ihr einen so schweren Rausch auslöst, dass sie auf die Straße läuft, überfahren wird und in ein Koma fällt.
Ein dauernder Konflikt zwischen Berthold und seinem vernachlässigten Sohn erleichtert die Ermittlungen nicht gerade, denn während Berthold sich geradezu in einen Rausch ermittelt, verliebt sein Sohn , der ihm immer fremd geblieben ist, sich in ein Pornomädchen und rutscht immer tiefer in genau das Millieu, in dem er den Täter vermutet.
Als er schließlich vom Dienst suspendiert wird und seine Familie unter Personenschutz stellen lassen muss, verschlimmert sich die Lage, bis sie am Ende vollends eskaliert, als eine Mordserie des Skorpions, der seinen Namen aufgrund von Einstichen eines Elektroschockers erhält, die Drogenszene erschüttert.
Anbieter: Süddeutsche Zeitung
Genre: Tv-Film,
FSK: 16
Laufzeit: 100 min.
Medien-Typ: 1 & DVD9
Bildformat(e): 4:3 (1:78:1)
Tonformat(e): Deutsch Dolby Digital 2.0
Regie: Dominik Graf
Darsteller: Heiner Lauterbach, Marek Harloff, Ulrich Noethen
Verpackung: Slim-Digi


Bildbewertung:
Der Skorpion ist eine TV-Koproduktion des ZDF aus dem Jahr 1996. Auch wenn vor diesem Hintergrund die Anforderungen sicherlich nicht allzu hoch gesteckt sind, ist man versucht, das Bild nach nur wenigen Minuten als schlecht zu bezeichnen.Grund hierfür sind starke Helligkeits- und Schärfeprobleme, welche sich überwiegend bei Außenaufnahmen zeigen, teilweise allerdings auch als Stilmittel den Rauschzustand der Ermittlungen Bertholds verstärken.

Die Bildqualität erinnert dadurch zwar mehr an eine Horrorproduktion aus den 70ern, allerdings ist das kein spezielles Problem der DVD, sondern vielmehr ein Problem des Ausgangsmaterials. Regisseur Dominik Graf hatte sich im Jahr 1996 bewusst gegen eine Aufnahme auf Video und für die Aufnahme auf 35mm entschieden. Bereits bei der technischen Abnahme des Materials sollen die zuständigen ZDF-Redakteure erschüttert gewesen sein und von notwendigen Nachbesserungen bezüglich einiger Material- und Lichtfehler gesprochen haben.

Der DVD kann insofern allenfalls angelastet werden, dass sie nicht anamorph kodiert wurde, was den Eindruck, des in 16:9 vorliegenden Bildes geringfügig trübt. Ansonsten sind, neben den Schwächen des Ausgangsmaterials, die sich natürlich auch auf der DVD finden, keine Mängel erkennbar.

Tonbewertung:
Der in Dolby Digital 2.0 vorliegende deutsche Ton ist zu jeder Zeit gut verständlich und kann überzeugen. Große Highlights bleiben aufgrund der sehr dialoglastigen Gestaltung des Filmes, zwar aus, Mängel sind allerdings nicht erkennbar. Die Stimmen klingen gewohnt satt und voll, in den wenigen actionreichen Momenten bleibt die Lautstärke im Verhältnis zu den Dialogen angemessen.
Gesamturteil:
Wer mit kleinen Schwächen des Bildes leben kann, die teilweise durchaus als Stilmittel und gewollt angesehen werden können, bekommt mit Der Skorpion" beste und spannende Thrillerunterhaltung mit überraschendem Ende. Bereits die Erstausstrahlung lockte immerhin 3,24 Millionen Zuschauer vor die Geräte, eine Zahl, die nicht irren kann. Dabei können Darsteller, aber auch die Geschichte mit Kinoproduktionen problemlos mithalten.
Autor: Christian

Ein Süddeutsche Zeitung Produkt.
