Dank der freundlichen Unterstützung der Süddeutsche Zeitung
hier nun eine Rezension der DVD
"Das Urteil" - SZ - Cinemathek Thriller - 10
Inhalt
Teil 10 der Serie SZ-Cinemathek Thriller präsentiert den Film "Das Urteil".
Siegfried Rabinovicz, jüdischer Kronzeuge in einem Mordprozess, muss auf dem Weg von New York nach Hamburg einen Zwischenstopp einlegen. Er wird gebeten, seinen Flug zu verschieben und in der VIP-Lounge zu warten. Ein Buch, eine seltene Haggada, entschädigt ihn. Für dieses Buch interessiert sich auch ein Fremder, mit dem er in der Lounge zusammentrifft. Ein Gespräch entwickelt sich. Der Fremde ist gut informiert über den Mord, dessen Zeuge Rabinovicz gewesen ist: Gerd Wolf, ein deutscher Verleger, ist angeklagt, auf einer Kreuzfahrt den Finanzhai Hamilton erstochen zu haben. Der Fremde zweifelt die Erinnerungen des Zeugen an, verteidigt die Unschuld des Angeklagten. Beide rekonstruieren das Geschehen wie zwei Detektive auf unterschiedlicher Spur.
Anbieter: Süddeutsche Zeitung
Genre: Tv-Film,
FSK: o.A.
Laufzeit: 88 min.
Medien-Typ: 1 & DVD9
Bildformat(e): 16:9 (1:78:1)
Tonformat(e): Deutsch Dolby Digital 2.0
Regie: Oliver Hirschbiegel
Darsteller: Klaus Löwitsch, Matthias Habich, Anya Hoffmann
Verpackung: Slim-Digi


Bildbewertung:
Einfache Mittel, ein einziger Schauplatz und ein langer Dialog bestimmen den Thriller „Das Urteil“. Wollte man einen Thriller für das Radio aufbereiten, wäre es ziemlich sicher „Das Urteil“, denn bei kaum einem anderen Thriller ist das Bild so verzichtbar, als bei diesem Werk, welches von seinen Dialogen lebt.
Dennoch wurde das Bild fast perfekt umgesetzt. Die Flughafenatmosphäre des Schauplatzes wurde gut in Szene gesetzt und wirkt auch auf DVD authentisch. Die Farbpalette ist natürlich, Schwarzwerte sind kräftig. Die hohe Bildschärfe rundet den positiven Gesamteindruck ab, Anlass zu Beanstandungen gibt es nicht.
Tonbewertung:
Auch die Tonqualität kann überzeugen. Der Ton liegt im gewohnten Format Dolby Digital 2.0 vor, auf Untertitel wurde auch bei „Das Urteil“ verzichtet. Sämtliche Dialoge sind gut zu verstehen, die Stimmen klingen dabei natürlich und angenehm voll.
Gesamturteil:
Das Urteil ist ein Film, der eigentlich alles falsch macht, was falsch zu machen ist. Nur ein Schauplatz, zwei Charaktere, auf die sich die Handlung beschränkt und ein Dialog, der den gesamten Film ausmacht. Dazu das Thema Schuld, deutsche Vergangenheit und Leid eines jüdischen Überlebenden. Und dennoch kann das Gesamtwerk fesseln, wie kaum ein anderer Film. Ein Dialog, der intelligenter nicht sein könnte, voller Feinsinnigkeit und Manipulation, dazu ein Klaus Löwitsch, der fernab vom gewohnten Actionmetier auch in einer ruhigen Rolle überzeugen kann, ergeben genau das, was dem Zuschauer Spaß macht. Der Geheimtipp der Reihe.
Autor: Christian F.

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