Fernseh Serien auf DVD
  Teil 3 - Die fremde Frau
 

                 Dank der freundlichen Unterstützung der Süddeutsche Zeitung
                                         hier nun eine Rezension der DVD 
                             "Die fremde Frau" - SZ - Cinemathek Thriller - 3


 

Inhalt
Den dritten Teil der Reihe SZ-Cinemathek Thriller bildet der Film Die fremde Frau".

Helen Berg (Corinna Harfouch), Fotografin und gerade erst aus Brasilien zurückgekehrt, nähert sich der bürgerlichen Familie Brandenburg an, indem sie den Sohn des Hauses Alexander verführt, welcher eigentlich mit der erfolgreichen Rechtsanwältin Konstanze verheiratet ist. Gleichzeitig beobachtet sie jedoch die Familie und sucht Kontakt zu Alexanders Mutter, spielt ein Spiel, das schwer zu durchschauen ist.

Denn während Helen sich zunächst perfekt in die Familie integriert, beginnt sie in kleinen Schritten, die Familie zu zerstören. Und was scheinbar mit einer bedeutungslosen Affäre beginnt, entwickelt sich immer mehr zu einem vernichtenden Kampf gegen eine Familie, der sich erst einem Höhepunkt und seiner Auflösung nähert, als Alexander in die Ereignisse um den gewaltsamen Tod eines gewissen Peter Dormin verwickelt wird. Alexander ist nun jedoch in der Lage, die Ereignisse zu einem vollständigen Bild der Wahrheit zusammenzufügen, das ihm nicht gefällt. 
                
              
                           
           
  

Anbieter: Süddeutsche Zeitung

Genre: Tv-Film,

FSK: 12

Laufzeit: 88 min.

Medien-Typ: 1 & DVD9

Bildformat(e): 16:9 (1:78:1)

Tonformat(e): Deutsch Dolby Digital 2.0 

Regie: Matthias Glasner


Darsteller: Corinna Harfouch, Ulrich Tukur, Judith Engel

Verpackung: Slim-Digi 

         
            
                 
                                             
     


Bildbewertung:
Im Jahr 2003 entstand der TV-Film Die fremde Frau" als Melodram im Stil von Hitchcocks Vertigo. Starke Bilder, wie Helens Weg durch den Flughafen Frankfurt, untermalen von Anfang an Helens Fremdheit in der Stadt, gegen über den Menschen und vielleicht sogar gegenüber sich selbst. Sie gehört, auch wenn sie den Anschein erweckt, nicht dazu. Sie fügt sich in das Bild einer großbürgerlichen Familie ein, ohne selbst Teil davon zu sein.

Stimmige Schwarzwert, kräftige Farben und ein hoher Schärfegrad erwecken einen durchweg guten Bildeindruck, der allenfalls dadurch getrübt wird, dass das Bild nicht anamorph vorliegt und dadurch bedingt etwas schlechter und weniger scharf wirkt, als es technisch möglich wäre. Abgesehen von diesem Kritikpunkt, sind jedoch keine Probleme festzustellen. 

 
                                                      

 
Tonbewertung:
Wie bei den Veröffentlichungen aus der SZ-Cinema Thriller Serie, liegt auch bei Nr. 3 der Ton in Dolby Digital 2.0 deutsch vor. Die Dialoglastigkeit lässt das Bewertungsspektrum auch im Fall der fremden Frau auf die Verständlichkeit allgemein und den ausgewogenen Klang der Stimmen schrumpfen. Dabei ist anzumerken, dass die Stimmen voll und kräftig klingen und stets verständlich sind.      
        
                                
              
 
Gesamturteil:
Ein Thriller ist spannend, jedenfalls meistens. Die fremde Frau" ist Thriller, zugleich aber auch Kunstfilm, Melodram, einem anderen Film gewidmet. Hohe Ziele hat sich das Werk des Regisseurs Matthias Glasner gesetzt und diese beinahe erreicht. Beinahe, denn bei allen Vorsätzen hat das Werk die Spannung aus den Augen verloren. Ein Film, der zwar gut dargestellt und umgesetzt ist, jedoch die notwendige Straffung vermissen lässt, um wirklich spannend zu sein. Zu leicht ist die Handlung zu durchschauen, zu wenig passiert noch, nachdem der Zuschauer die Handlung verstanden hat.

Wer den kunstvollen Thriller schätzt oder die Serie vervollständigen möchte, greift zu, alle anderen sollten sich die weiteren Teile der SZ-Cinemathek Thriller Reihe genauer ansehen.


Autor: Christian




              

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