Dank der freundlichen Unterstützung von Polyband hier nun eine Rezension der DVD "Wolffs Revier - Staffel 2".
Inhalt Auch in der 2. Staffel haben Kriminalhauptkommissar Andreas Wolff und Kollege Günter Sawatzki im wiedervereinten Berlin alle Hände voll zu tun. Dieses Mal führen sie ihre Ermittlungen schnurstracks in die rechtsradikale Szene sowie ins Rotlichtmilieu. Aber auch in Wolffs Privatleben geht es einmal mehr turbulent zu, denn seine pubertierende Tochter Verena lässt sich auf einen zwielichtigen Musikproduzenten ein, der angeblich einen Song mit ihr aufnehmen will.
Anbieter: Polyband
Genre: Tv-Serie, Krimi
FSK: 16
Laufzeit: 945 min.
Medien-Typ: 5 & DVD9
Bildformat(e): 4:3 (1:33) Vollbild
Tonformat(e): Deutsch Dolby Digital 2.0
Darsteller: Jürgen Heinrich, Klaus Pönitz, Nadine Seiffert
Verpackung: Keep Case
Bildbewertung: Nachdem im Mai 2010 bereits die erste Staffel dieser ersten eigenproduzierten Krimi-Serie von Sat.1 durch "Polyband" zur Veröffentlichung kam, geht es nun von der hier vorliegenden 5er DVD-Box, mit den insgesamt zwanzig Episoden der zweiten Staffel, weiter.
Von 1992 bis 2006 entstanden im Auftrag von Sat.1 in dreizehn Staffeln ganze 137 Folgen dieser nach einer Idee von Karl-Heinz Willschrei (1939-2003) produzierten und 1993 mit dem Adolf-Grimme-Preis in Bronze geehrten Kultserie der Neunziger. Die Folgen der von den DVDs dieser Veröffentlichung zu sehenden zweiten Staffel waren erstmals ab dem September 1993 im deutschen Fernsehen zu sehen.
In den im wiedervereinten Berlin der 1990er Jahre spielenden Geschichten der einzelnen Episoden dieser zweiten Staffel ermittelt Kriminalhauptkommissar "Andreas Wolff" (Jürgen Heinrich) wieder zusammen mit seinem Kollegen, dem Kriminaloberkommissar "Günter Sawatzki" (Klaus Pönitz 1940-2005), in verschiedensten Mordfällen.
Ihre Ermittlungen führen sie dabei u.a. in das Rotlichtmilieu aber auch hin zur rechtsradikalen Szene oder in Terroristenkreise. Es geht um Fahrerflucht, Erpressung und Kidnapping. Neben einem zwielichtigen Musikproduzenten geht es um Eifersuchtsdramen, Morddrohungen und einen südafrikanischen Diamantenhändler. Die Drehbuchautoren haben ihrer Fantasie freien Lauf gelassen und jede der hier von den fünf DVDs zu erlebenden Episoden überrascht so mit immer wieder neuen Wendungen und abwechslungsreich und interessant in Szene gesetzten neuen Fällen.
Neben den spannenden Geschichten selbst lebt die Reihe ganz besonders auch vom Spiel der beiden Hauptdarsteller. Es ist immer wieder einfach nur herrlich mit anzusehen, wie das so wunderbar dargestellte Gespann, das eigentlich wohl kaum noch unterschiedlicher sein kann, bei ihren Ermittlungen dann doch zusammenfindet und Hand in Hand arbeitet. Neben all der Spannung kommt hier auch ein gewisser Humor nicht zu kurz, wenn "Wolff" als klischeebehafteter "Wessi" dargestellt, teils mit Übereifer und voll cooler Lässigkeit und "Sawatzki" als "Ossi" mit Anzug und kühlem Kopf, zusammen ermitteln. Dabei hat "Wolff" so ganz nebenher auch noch als alleinerziehender Vater mit seiner Tochter "Verena" (Nadine Seiffert) seine privaten Problemchen. Und auch Exfrau "Ellen" beschäftigt ihn in dieser zweiten Staffel nicht nur rein privat, sondern sogar in einem der von ihm und "Sawatzki" zu ermittelnden Fälle. Bei so viel Stress tut es dann immer wieder gut, sich mit Staatsanwalt "Dr. Peter Fried" (Gerd Wameling) zu einem Gespräch zusammenzufinden.
Neben diesem relativ festen Stamm an Darstellern gibt es in den Folgen dieser zweiten Staffel auch wieder in einigen der Nebenrollen mit zb. Sebastian Koch, Joachim Krol oder auch Klaus J. Behrendt und Gottfried John recht prominente Auftritte von Schauspielkollegen zu erleben.
Die fünf DVDs der hier vorliegenden Veröffentlichung präsentieren sich beim Bild in ihrer Qualität entsprechend dem Produktionsdatum einer TV-Serienproduktion zum Anfang der neunziger Jahre. Zusammen mit der Pilotfolge von ca. 90 Minuten und den jeweils zwischen 45 und 47 Minuten laufenden neunzehn weiteren Folgen dieser zweiten Staffel ergibt sich so eine Gesamtlaufzeit der DVD-Box von ca. 925 Minuten. Das Bild kommt dabei im Format 4:3 (1,33:1) zur Ansicht. Insgesamt scheint dem Bild keine größere Bearbeitung für die Veröffentlichung auf DVD zugutegekommen zu sein.
Zu Beginn der achtzehnten Folge entschuldigt man sich sogar mit einer Texttafel für die "qualitativen Mängel" bei dieser Episode.
Im Gesamteindruck kann das Bild bei dieser Veröffentlichung als dem Produktionsalter angemessen und akzeptabel beurteilt werden. Die Farben sind zumeist recht natürlich und auch in ihrer zur Ansicht kommenden Intensität gut ausgeprägt. Der Kontrast, wie auch der Schwarzwert im Bild zeigen sich gut gesetzt. Einige leichtere Schwächen in der Bildschärfe wie auch ein bisweilen zu bemerkendes Bildrauschen und leichtere Unruhen, besonders unter erschwerten Licht- und Aufnahmebedingungen, sind hinnehmbar.
Nach dem Einlegen einer der fünf DVDs der Veröffentlichung kommt ein Hauptmenü zur Ansicht, aus dem auf Wunsch unmittelbar alle der jeweils vier auf jeder der DVDs befindlichen Episoden zur Wiedergabe gestartet werden können. Über einen Klick auf die "Episodenauswahl", gelangt man zu einem sich separat öffnenden weiteren Menü. In diesem werden in Textform die Einzelfolgen aufgeführt, welche natürlich dann auch einzeln zur Wiedergabe gebracht werden können. Es gibt kein Kapitelmenü, jedoch bieten die Folgen in sich gesetzte Marker, die bei Bedarf genutzt werden können. Die DVD-Menüs selbst zeigen sich mit einigen Animationen und im Hintergrund laufenden Szenen und der Titelmusik der Reihe gestaltet. Extras finden sich keine auf den DVDs.
Tonbewertung: Alle der neunzehn von den fünf DVDs zu erlebenden Folgen, zuzüglich der Pilotfolge, können mit dem zu Gehör kommenden deutschen Ton im Format Dolby Digital 2.0 überzeugen. Das gesprochene Wort und die Dialoge sind stets gut verständlich. Die Hintergrund- und Nebengeräusche wurden passend und ohne den Hauptton zu überlagern eingefügt. Größere bzw. nennenswerte Unregelmäßigkeiten oder gar Mängel beim Ton fielen mir nicht während der Wiedergabe der DVDs auf. Die Titelmusik zur Reihe stammt im Übrigen von keinem Geringeren wie Klaus Doldinger ("Das Boot", "Die unendliche Geschichte", Titelmelodie "Tatort"). Leider fehlen Untertitel für Gehörlose oder Hörgeschädigte.
Gesamturteil: Nicht ohne Grund zählte "Wolffs Revier" vierzehn Jahre lang mit zu einer der in der Gunst der Zuschauer mit beliebtesten Krimiserien im deutschen Fernsehen. Die immer wieder abwechslungsreich und spannend in Szene gesetzten Fälle und deren erzählten Geschichten bieten auch noch heute, so viele Jahre später, bestens unterhaltende und nie langweilig werdende TV-Krimikost. Die liebevoll und detailliert dargestellten einzelnen Charaktere der Hauptfiguren bei dieser zweiten Staffel überzeugen mit ihrer Authentizität und der lebensnahen und glaubhaften Verkörperung durch die Darsteller. Autor: Torsten